Bratwurst selber machen

Im Gegensatz zu dem was viele glauben, ist das Bratwurst selber machen viel einfacher als vermutet wird. Sie ist die einfachste Wurstsorte, bei der kaum etwas schief gehen kann. Bratwurst machen bedeutet Hochgenuss mit Geling-Garantie! Deshalb ist sie die ideale Wurst für Anfänger. Die passenden Rezepte bekommen Sie gleich im Anschluss, und im unteren Bereich der Seite, detaillierte Erklärungen zu den einzelnen Arbeitsschritten.

Das Wichtigste in Kürze zum Thema Bratwurst selber machen:

  • Keine andere Wurstsorte ist so einfach zu machen, Bratwurst gelingt immer!
  • Bratwürste müssen nicht reifen, man kann sie direkt roh, gekocht oder gegrillt genießen.
  • Man kann beim Bratwurst machen wunderbar experimentieren, denn man kann alles an den persönlichen Geschmack anpassen.
  • Zur Bratwurstherstellung braucht man nur wenige Werkzeuge: ein scharfes Messer, eine Schüssel, Gewürze, eine genaue Waage, einen Fleischwolf, Wursthüllen und einen Wurstfüller. Wer keinen Wurstfüller hat, kann die Bratwurstmasse in Gläser füllen und einkochen.
  • Zur Bratwurstherstellung eignet sich jedes beliebige Fleischstück, von jeder Tierart.

Der Arbeitsablauf beim Bratwurst selber machen.

Der Arbeitsablauf beim Bratwurst selber machen:

  1. Das Fleisch sauber zuschneiden und von Knorpeln, Fasern und Silberhaut befreien.
  2. Das Fleisch in Streifen schneiden, damit man es einfacher wolfen kann.
  3. Die Fleisch- und Fettteile bereits vor dem Wolfen mit dem Salz und den Gewürzen vermischen. Dadurch verteilen sich die Gewürze gleichmäßiger und man muss nicht so lange rühren.
  4. Das Wurstbrät rühren oder kneten, bis sich die gewünschte Bindung eingestellt hat.
  5. Die Wurstmasse in Wursthüllen füllen oder in Gläser geben und einkochen, mehr dazu erfahren Sie im unteren Bereich der Seite.
  6. Die Bratwurst ist jetzt bereits fertig und kann gegessen werden.

 

 

Grobe Bratwurst Rezept

Grobe Bratwurst Rezept

www.wurst-rezept.de
Dieses grobe Bratwurst Rezept eignet sich vor allem für`s Glas, da dort die grobe Textur besonders gut zur Geltung kommt.
5 from 5 votes
Vorbereitung 10 Min.
Zubereitung 45 Min.
Einkochzeit bei 200 g Gläsern 1 Std. 30 Min.
Gesamte Arbeitszeit 55 Min.
Gericht Bratwurst
Land & Region Baden Württemberg, Deutschland
Portionen 5 Gläser a 200 g
Kalorien 558 kcal

Werkzeuge

  • Einen Fleischwolf.
  • Schüsseln.
  • Großes Schneidebrett
  • Gewürze.
  • Ein ordentlich scharfes Messer
  • Gläser 220 g oder 400 g
  • Im Idealfall einen Wurstfüller.
  • Rauchdurchlässige Wursthüllen (Kaliber 22/24) oder Naturdarm (Kaliber 22/24) oder Eiweißsaitling (Kaliber 24)
  • Zum Veredeln einen Räucherschrank.

Zutaten
  

  • 600 g mageres Schweinefleisch Nehmen Sie Fleischabschnitte jeglicher Art, am Besten noch schlachtwarm.
  • 400 g Schweinebauch
  • 20 g Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer fein gemahlen
  • 0,2 g Muskat gemahlen
  • 2 g Knoblauch
  • 1 TL Majoran gerebelt

Anleitungen
 

  • Das Fleisch von Knorpeln, Sehnen und Silberhaut befreien. Dieser Schritt ist beim Bratwurst selber machen besonders wichtig, damit man später ungetrübten Genuss bekommt.
    Der Fleischzuschnitt des grobe Bratwurst Rezept.
  • Das gesäuberte Fleisch in wolfgerechte Streifen von ca. 2x2 cm schneiden.
    Wie man beim Bratwurst selber machen das Fleisch in Streifen schneiden sollte.
  • Die Fleischwaren durch die 6 mm Scheibe wolfen. Falls man beim Fett eine etwas feinere Textur wünscht, einfach den Schweinebauch durch die 4 mm Scheibe wolfen. Durch die unterschiedliche Wolfung kommt die grobe Textur des Fleisches besonders zur Geltung und genau das macht dieses grobe Bratwurst Rezept so besonders.
    Wie man beim Bratwurst selber machen das Fleisch wolfen sollte.
  • Die Gewürzmischung frisch zubereiten. Um besonders intensive Bratwürste selbst machen zu können, sollte man Gewürze am Stück verwenden und frisch mahlen. Fertig gemahlene Gewürze sind zwar nicht schlecht, doch sie bringen nie den Duft und die Würze wie frisch gemahlen.
    Die einzelnen Gewürze für das grobe Bratwurst Rezept.
  • Das gehackte Fleisch mit den Gewürzen vermengen und durchkneten, bis es eine leichte Bindung bekommt. Es sollte aber „locker“ sein, damit die Wurst durch das Kochen nicht kompakt wird. Die gekochte Wurst wird etwas fester, wie sich das Brät beim Rühren anfühlt.
    Falls man dieses Brät auch in Därme abfüllen will, kann man es etwas stärker rühren um eine kompaktere Masse zu bekommen.
    So kann beim Bratwurst selber machen das Vermengen geschehen.
  • Das Brät am besten mit einem Wurstfüller in 200 g oder 400 g Stürzgläser füllen. Es sollte noch 1-2 cm Luft zum Rand des Glases sein, damit sich die Wurstmasse beim Kochen ausdehnen kann.
    Wie beim Bratwurst selber machen das Glas füllen am einfachsten funktioniert.
  • Die Gläser gut verschließen und sofern noch andere Würste mit eingekocht werden beschriften. Wird nur diese Bratwurst gekocht, kann man die Gläser auch nach dem Kochen beschriften, dann hält die Beschriftung besser.
    Den Deckel mit "grobe Bratwurst Rezept" beschriften.
  • Die Gläser kommen bei 80-85°C ins Wasser. Dazu verwendet man am besten einen Pasta-Schöpfer. Dann wird das Wasser auf 100°C erhitzt. Ab dem Zeitpunkt wenn das Wasser kocht, werden 200 g Gläser für 90 Minuten und 400 g Gläser für 120 Minuten eingekocht.
    Das Einkochen beim Bratwürste selbst machen.
  • Wenn die Kochzeit vorbei ist, die Wurstgläser mit dem Pastaschöpfer herausholen und dann möglichst rasch abkühlen. Im Winter einfach die Wurstgläser draußen, zum Beispiel auf dem Balkon abkühlen lassen. Ansonsten kann man auch kaltes Wasser ins Kochwasser laufen lassen, dabei umrühren.
    Wie das Abkühlen beim Bratwürste selbst machen am einfachsten geht.
  • Wer dieses grobe Bratwurst Rezept lieber im Darm machen will, der füllt die fertige Wurstmasse mit dem Wurstfüller, möglichst blasenfrei, in Därme Kaliber 24.
    So klappt das Füllen beim Bratwürste selbst machen am besten.
  • Den Wurststrang alle 20 cm abdrehen/abschwingen um so Würste zu bekommen.
    Das kann man durch Drehen machen, dazu den Wurststrang nach 20 cm eindrücken und dann die erste Wurst links herum zudrehen. Nach weiteren 20 cm die zweite Wurst eindrücken und rechts herum zudrehen und so weiter.
    Schneller geht es noch, wenn du die Wurst abschwingst. Dazu lässt man den Wurststrang leicht durchhängen. Der Abstand zwischen den Händen beträgt knappe 20 cm. Nun drückt man mit den Fingern den Wurststrang ein und schwingt das Durchhängende ein paar mal rechts herum und bei der nächsten Wurst links herum. Probiere es einfach, es ist einfacher, als man denkt.
    Das Abschwingen der Würste beim Bratwurst selber machen.
  • Eventuelle Luftblasen durch einstechen mit einer Nadel oder der Spitze eines Messers entlüften, um Oxidation des Wurstbräts zu vermeiden.
    Das Entlüften ist beim Bratwürste selbst machen sehr wichtig.
  • Die fertigen Bratwürste oberflächlich trocknen lassen und falls gewünscht, können sie ein bis zwei mal kalt geräuchert werden. Sie sind aber auch sofort genussfertig.

Notizen

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Bratwurst selbst machen ist sehr einfach.

Schnell stellt sich ein Erfolgsgefühl ein und man kann erste Erfahrungen mit der Materie sammeln. Beim Bratwürste selbst machen geht auch alles ruckzuck und man muss auf den Genuss nicht lange warten.

Man braucht dazu auch nur ganz wenig Zubehör. Und die wenigen Sachen, die man braucht, sind so gut wie in jedem Haushalt schon vorhanden.

Man braucht zum Bratwürste selber machen nur folgendes Zubehör:

  • Ein ordentliches Messer für den Fleischzuschnitt.
  • Eine Schüssel, um das Brät zu rühren. Schwermetalle, wie beispielsweise Kupfer, fördern die Fettoxidation wenn dieses mit ihnen in Kontakt kommt. Deshalb sollten zum Bratwurst selber machen nur Schüsseln aus Kunststoff, Edelstahl oder Keramik verwendet werden.
  • Die passenden Gewürze. In den wenigsten Bratwürsten befinden sich „exotische“ Gewürze, deshalb findet man im Regelfall alle die man benötigt bereits im Gewürzregal.
  • Eine ganz normale Waage um das Fleisch abzuwiegen. Für die Gewürze ist eine Briefwaage zu empfehlen, die auf 0,01 Gramm genau wiegen kann. Man bekommt diese inzwischen schon für wenig Geld.

Das Zubehör das zur Bratwurstherstellung gebraucht wird.

Einen Fleischwolf, um das Fleisch zu Wurstbrät zu verarbeiten. Da zum Bratwürste selber machen das Fleisch nicht angefroren werden muss, genügt auch ein eher schwächerer Fleischwolf. Alternativ kann man aber auch mit einem Handfleischwolf schon ganz ordentlich arbeiten.

Wursthüllen oder Naturdärme. Am besten sind Schafsdärme geeignet. Die geben den schönen Knack, wenn man in die fertige Wurst beißt. Sie sind aber auch so zart, dass man sie ganz leicht zerkauen kann, so dass sie den Genuss nicht stören. Allerdings sind sie in der Handhabung, ganz besonders als Anfänger, alles andere als einfach. Und sie sind auch recht empfindlich und reißen oder platzen beim Füllen und Abdrehen leicht.

Mit Naturdarm Bratwurst selber machen.

Für Anfänger kann ich deshalb zum Bratwürste selbst machen auch Schäldärme empfehlen. Diese sind auch sehr preiswert und auch sehr robust.

Bratwürste selbst machen im Schäldarm ist einfach.

Gerade wenn man beim Wurstfüllen und Abdrehen noch nicht so geübt ist, geht damit kaum einmal etwas schief. Später hat der Schäldarm den Vorteil, dass man ihn sehr einfach von der Wurst abziehen kann. Man kann ihn einfach so verwenden, ohne ihn zu wässern, er ist dann eher etwas knitterig. Dann schrumpft er aber bei der Reifung nicht mit. Im Prinzip ist das auch egal, da er ohnehin abgezogen wird, denn er ist nicht essbar. Wenn man ihn kurz wässert, dann wird er geschmeidig und schrumpft mit. Die Würste sehen dann bis sie verzehrt werden schöner aus.

Schäldarm der sich von der Wurst ablöst.

Im Idealfall einen Wurstfüller um die Wurstmasse in die Wursthüllen abzufüllen. Zur Not kann man anfangs das Wurstbrät auch mit dem Fleischwolf in die Pelle befördern. Das ist aber schon recht umständlich.

Wurstfüller sind inzwischen für schmales Geld zu bekommen. Hier rate ich zu einem Modell aus Metall, die aus Kunststoff sind zwar sehr günstig, doch dafür auch schnell kaputt. Zahle lieber etwas mehr und dafür hast du deinen Wurstfüller „ewig“. Meinen habe ich zu Beginn meiner Selbermacher-Zeit gekauft und bis heute funktioniert er Tip Top.

Bratwurst selber machen mit einem Wurstfüller.

Wer noch keinen hat, kann die ersten Würste auch mit dem Fleischwolf in die Pelle befördern. Doch auf Dauer ist ein Wurstfüller die bessere Wahl. Es geht einfach viel schneller, bequemer und mit weniger Lufteinschlüssen, als mit dem Fleischwolf.

Spätestens, wenn die ersten Bratwürste vernascht sind, ist man nur zu gern bereit, sich auch noch einen Wurstfüller anzuschaffen, um schneller und einfacher an diesen Hochgenuss zu kommen. Nichts schmeckt so gut wie selbst gemacht!

Wer noch keinen Wurstfüller hat und sich auch (vorerst) keinen anschaffen möchte, der kann auch Bratwurst im Glas machen.

Bratwurst im Glas selber machen ist einfach.

Dazu die Masse einfach in Schraubgläser füllen und einkochen. So ist die fertige Wurst für viele Monate ohne Kühlung haltbar. Und man hat sie jederzeit zur Hand, wenn einen die Lust nach einer guten Bratwurst überkommt. Gläser mit einem Fassungsvermögen von ca. 220 ml sind ideal. Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema gibt es hier: Wurst im Glas

Auch bei der Fleischauswahl ist die Bratwurst ganz einfach:

Man nehme, was man hat. Egal von welchem Tier. Wenn man auch Schinken selber macht, dann empfiehlt es sich, den Zuschnitt der Schinken im Voraus zu machen. So kann man dann beim Fleischzuschnitt ruhig etwas großzügiger sein. Das Fleisch, das zu Schinken verarbeitet wird, hat eine besonders hohe Qualität und stammt aus den besten Teilen. Dadurch sind diese Abschnitte zum Bratwürste selbst machen absolut perfekt geeignet.

Das Fleisch zum Bratwurst selber machen.

Zum Bratwurst selber machen wäre schlachtwarmes Fleisch am besten, es bringt eine gute Bindung. Aber kaum einer macht noch eine Hausschlachtung. Und die Gelegenheiten, bei einer dabei zu sein, sind auch eher dünn gesät. Somit scheidet diese Option bei den meisten aus. Aber keine Sorge, auch wenn man kein schlachtwarmes Fleisch bekommt, macht das keinen geschmacklichen Abbruch. Das Fleisch, das zum Bratwürste selber machen verwendet wird, sollte einfach möglichst frisch sein. Dann ist man auf der sicheren Seite und alles ist gut. Wer beim Zuschnitt möglichst wenig Arbeit haben will, greift am besten zum Fleisch aus dem Schlegel.

Bestes Fleisch zum Bratwürste selber machen.

Das sind die besten Fleischstücke zum Bratwurst selber machen:

Fleisch aus der Schulter. Dieses Fleisch ist recht preiswert und bringt einen guten Geschmack mit sich. Das liegt mitunter daran, dass das Fleisch aus der Schulterpartie einen vergleichsweise geringen Wassergehalt hat, weil dieser Muskel gut trainiert ist. Der einzige Nachteil am Fleisch aus der Schulter ist, dass das Fleisch recht stark durchwachsen ist. Darum braucht man für den Zuschnitt etwas mehr Zeit.

Fleisch aus dem Schlegel (Hinterbein). Dieses Fleisch kostet zwar ein bisschen mehr, aber dafür hat es den großen Vorteil, dass es nur wenig durchwachsen ist. Der Fleischzuschnitt geht beim Bratwurst selbst machen deshalb viel schneller und man hat auch weniger Abschnitte. Das Fleisch aus dem Schlegel hat ebenfalls einen recht intensiven Geschmack.

Für den Fettanteil ist ein Schweinebauch mit ordentlich Fleisch daran das Beste.

Bratwurst selber machen mit Schweinebauch.

Idealerweise sollte die Wurst aus ca. 60% Schweinefleisch bestehen, durch den höheren Fettanteil im Schweinefleisch, wird sie saftiger und nicht so trocken. Man kann zum Bratwurst machen natürlich auch jedes andere Fleisch nehmen, die Wurst wird immer sehr lecker. Bratwurst selber machen, ist (nicht nur) im Schwabenländle auch deshalb so beliebt, weil man alle Fleischabschnitte verarbeiten kann. Es spielt auch keine Rolle, von welchem Tier das Fleisch ist.

Egal ob:

  • Schwein
  • Wild
  • Rind
  • Schaf
  • Ziege
  • Hase

Jedes Fleischstück, von jeder beliebigen Tierart kann zum Bratwurst selbst machen verwendet werden!

Die Fleischauswahl beim Bratwurst selber machen ist einfach..

Die einzige Einschränkung, die es gibt, ist der eigene persönliche Geschmack. Nur beim Geflügel sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch stark erhitzt wird! Bei rohem Geflügel besteht die Gefahr von Salmonellen und man muss ja nichts herausfordern. Am besten ist es, wenn man die fertige Wurst durch Braten, Grillen oder durch Einkochen im Glas erhitzt. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Doch es ist auch Vorsicht geboten, denn in den letzten Jahren wurden viele lückenhafte Informationen ins Internet gestellt und bei uns häufen sich die Anfragen, weil so manches schief gelaufen ist. Man merkt leider erst später, wenn man die Fehlproduktion vor Augen hat, dass man zu wenig Informationen hatte. Man sollte nicht an ausführlichen und bewährten Informationen sparen, denn man muss schon wissen, was man tut. Nicht umsonst ist das ganze ein Lehrberuf von 3 Jahren.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, vertrauen Sie meiner langjährigen und fundierten Erfahrung aus der Praxis. Das ist aber nicht nur meine eigene Erfahrung aus inzwischen 20 Jahren, sondern auch die, die aus den Rückmeldungen all jener stammt, die seit 2012 mit meinen Büchern arbeiten.

Die Beste Anleitung zum Wurst selber machen.

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Die generelle Vorgehensweise beim Bratwurst selber machen

Als Erstes werden die Fleischteile sauber zugeschnitten und hergerichtet. Das bedeutet, alle Fasern und die Silberhaut, die oftmals am Fleisch außen dran ist, werden sorgfältig entfernt. Die so genannte Silberhaut ist das weißlich, glänzende wie auf dem Bild zu sehen ist.

Das ist die Silberhaut am Fleisch.

Man sollte beim Bratwurst selber machen den Fleischzuschnitt wirklich sorgfältig machen und lieber ein bisschen mehr Zeit dafür aufwenden. Denn Fasern und auch die Silberhaut werden oftmals nicht sauber gewolft, besonders dann, wenn die Wolfmesser nicht mehr so scharf sind. Man hat dann später größere Teile davon in den Würsten. Aber selbst dann, wenn sie sauber zerschnitten werden, sammeln sie sich, wenn man gut kaut, gern im Mund. Man hat dann diesen „berühmten Kaugummi“, der den Genuss erheblich stört.

Knorpel, Fasern und Silberhaut beim Bratwurst machen entfernen.Bratwurst selber machen
Den Fleischzuschnitt sorgfältig machen. Alle Knorpel, Fasern und Silberhaut entfernen. Die Abschnitte kann man zu einer Fleischbrühe auskochen.

Beim Bauch sind oftmals Knorpel drin, auch diese sollten unbedingt sorgfältig entfernt werden. Denn wenn sie vom Wolfmesser erfasst und zerteilt werden, dann stören sie den späteren Genuss erheblich.

Danach wird das Fleisch in Streifen geschnitten. Diese werden so groß oder klein gemacht, dass sie gut in die Öffnung vom Fleischwolf passen. So fällt das Wolfen viel leichter. Die Streifen sollten lieber etwas zu klein als zu groß gemacht werden. Eine Größe von ca. 2 mal 2 cm hat sich in der Praxis bestens bewährt.

Beim Bratwurst selber machen wird das Fleisch in Streifen geschnitten.

Beim Bratwurst selbst machen werden die Fleisch- und Fettstreifen immer schon vor dem Wolfen mit den Gewürzen und dem Salz vermischt. Dadurch verteilen sich die Gewürze später viel gleichmäßiger im Wurstbrät. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn das Brät nicht zu stark gerührt werden soll. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Bratwurstmasse in Gläser eingekocht werden soll.

Bratwurst selber machen im Glas.

Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise ist Folgender: Zum Bratwurst selber machen kann ich Natursalz sehr empfehlen. Dieses hat aber meist eine viel gröbere Körnung als das handelsübliche Speisesalz. Diese Salzklumpen nehmen auf Dauer den Wolfmessern und Scheiben die Schärfe. Wenn man das Fleisch und das Salz schon im Voraus mischt, dann tritt Wasser aus. Dieses löst die Salzkristalle. So kann man zum Bratwürste selbst machen auch gröbere Salze verwenden und problemlos mitwolfen. Das Fleisch kann man bei kleineren Mengen im Fülltrichter vom Fleischwolf vermischen, dann sind später das ganze Salz und alle Gewürze im Brät drin.

Salz und Gewürze zum Bratwürste selbst machen.

Das Rühren vom Fleischbrät beim Bratwurst selbst machen.

Wenn das Fleisch gewolft wurde, dann ist es vorerst nur Hackfleisch. Wenn man es direkt in die Wursthülle befördern würde, dann wäre die fertige Wurst bröselig und würde zerfallen. Durch das Rühren wird die Masse durch das im Fleisch enthaltene Eiweiß mit der Zeit klebrig und bekommt die so genannte Bindung. Dadurch bekommen die Bratwürste später ihre Festigkeit und Konsistenz.

Das Hackfleisch bekommt beim Bratwurst selber machen durch das Rühren eine Bindung.

Wie lange man beim Bratwurst selber machen rührt, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Wer eine eher weiche Wurst bevorzugt, der rührt etwas kürzer. Wer seine Wurst gern fester und kompakter hat, rührt einfach ein bisschen länger. Genaue Zeitangaben sind nicht so einfach, weil jeder das Brät anders rührt. Aber keine Angst, einfach ein oder zweimal Bratwurst selber machen, dann hat man im Regelfall schon das Auge und das Gefühl für die richtige Bindung.

Wenn man Bratwurst selbst machen und sie anschließend in Gläser einkochen will, dann sollte die Bindung generell eher etwas schwächer sein. Die fertige Wurst bleibt dann etwas fluffiger und weicher und wird nicht so kompakt.

Bratwurst selbst machen und im Glas einkochen.

Nur zu schwach sollte nicht gerührt werden, denn sonst hat man recht viel Luft im Brät und die fördert beim Einkochen die Oxidation. Sie bekommt dann einen Geschmack nach „Aufgewärmtem“. Aber auch hier gilt, nach ein oder zweimal Bratwurst selbst machen, hat man den Dreh raus. Und auch schnell das richtige Gefühl dafür wie stark oder schwach die Bindung sein sollte.

Wenn das Wurstbrät in der Pelle ist, geht es genauso einfach weiter. Die Wurst muss nicht reifen, man kann sie direkt roh „verputzen“. Am besten mit einer Scheibe frischem Brot. Und zur Not schmeckt Wurst auch ohne Brot…

Fertige Bratwürste.

Der neue Komplettkurs zeigt Ihnen, wie schnell und einfach Wurst selber machen und Räuchern ist. Falls doch irgendwann einmal eine Frage auftauchen sollte, bekommen Sie bei mir kostenlos Hilfe und Unterstützung. Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einem kulinarischen Bonus.

Zu dem Ratgeber.

Bratwürste sind vielseitig und man kann sie unterschiedlich zubereiten und weiterverarbeiten:

  • In der Pfanne knusprig braten.
  • Man kann sie auch vorzüglich Grillen. Durch den etwas höheren Fettgehalt ergibt sie eine saftige Grillwurst.
  • Man kann sie auch einfach Kochen und damit viele Gerichte bereichern.
  • Bratwürste eignen sich auch hervorragend zum Räuchern. Man kann sie Kalträuchern, um sie noch pikanter und haltbar zu machen. Aber auch Heißräuchern und anschließend direkt warm genießen. Mehr Informationen zum Räuchern findest du hier: Räuchern für Anfänger.

Das Räuchern beim Bratwurst machen.

Jedes Rezept zum Bratwürste selbst machen, kann von den Gewürzen und den Anteilen her ohne Bedenken und nach Herzenslust verändert werden. So können sie beim Bratwurst selber machen, genau Ihren Geschmack treffen. Man kann bei der Bratwurst Herstellung auch jederzeit saisonale Kräuter nach Belieben zugeben. Wer mag, kann auch Gemüse wie beispielsweise Paprika unter das Wurstbrät mischen. Wenn man das tut, sollten die Würste allerdings zeitnah verzehrt werden, denn sonst kann Gemüse beginnen (milchsauer) zu vergären.

Beim Bratwurst selber machen sind Gewürzvariationen möglich.

Im Schwabenländle wird sie gerne kalt geräuchert. Den Platz für einen Räucherschrank hat man auch immer. So wird sie noch raffinierter und mit Sauerkraut zusammen gekocht, wird sie zu einem Festmahl. Dazu einfach die Bratwürste zusammen mit dem Sauerkraut langsam erwärmen (nicht zu schnell, sonst platzen sie) und genießen.

Geräucherte Bratwurst selbst machen und die anschließende Lagerung sind ganz einfach und unkompliziert. Man kann sie einfrieren oder an einem einigermaßen kühlen Ort hängen lassen. Wenn man sie an der Luft trocknen lässt, entwickelt sie ein ganz spezielles Aroma und sie wird immer fester. Die Bratwürste sind so nahezu unbegrenzt haltbar, sie werden dann allmählich zu einer Art Trockenwurst.

Geräucherte Bratwurst selbst machen.

Mit einem scharfen Messer schräg in Scheiben geschnitten und auf einem Butterbrot serviert, ein Hochgenuss für die Sinne.

Klingt doch gut oder?

Unser Fazit:

Bratwurst selber machen ist der perfekte Einstieg ins Wursten, sie ist einfach, schnell und vielseitig und es kann fast nichts schief gehen.

Im großen Ratgeber: „Wurst selber machen“ oder dem kleinen Ratgeber: „Bratwurst, Grill-und Vesperwurst selber machen“, finden Sie alle Tipps und Infos zum Thema  Bratwurst selber machen.

Hier noch ein Video, das im Schnelldurchgang zeigt, wie das Bratwurst selbst machen abläuft. Es stammt noch aus der Anfangszeit dieser Seite (2012). 

 

Weitere Bratwurstrezepte:

Majoran Bratwurst 

Majoran Bratwurst im Glas oder Darm

 

Knoblauch Paprika Bratwurst im Glas mit Anleitungsvideo

Wurst im Glas selber machen Knoblauch Paprika Bratwurst Rezept

 

Pikante Bratwurst mit einer raffinierten Pimentnote

Pikante Piment Bratwurst selber machen

 

Ich habe noch etwas für Sie:

Mein Ratgeber „Bratwurst, Grill-und Vesperwurst selber machen“

er zeigt Ihnen alles Wichtige zur Bratwurst, Grill- und Vesperwurst Herstellung.

Sie bekommen:

  • Alle wichtigen Grundlagen vorab.
  • Schritt für Schritt Anleitungen zu den Wurstsorten.
  • Eine ausführliche Anleitung zum Räuchern.
  • Was sie beim Lagern beachten müssen.
  • 32 Bratwurst Rezepte.
  • 7 Mettwurst Rezepte.

Bratwurst selber machen Anleitung

Hier geht es zum Ratgeber Bratwurst- Grill und Vesperwurst selber machen.

 

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5 Gedanken zu „Bratwurst selber machen“

  1. 5 stars
    Die Bratwurst schmeckt mega, danke für die Anleitung und das Rezept. Werde ich wieder machen und ich will noch andere Rezepte von Ihnen. Das Buch ist schon unterwegs.
    Ludwig

    Antworten
  2. 5 stars
    habe schon andere rezepte von euch gemacht, sie sind einfach klasse. wo habt ihr die nur her? euer buch habe ich auch, alles was ich bislang gemacht habe ist gelungen und schmeckte auch allen. weiter so.

    Antworten

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