Das Fleisch von Knorpeln, Sehnen und Silberhaut befreien. Dieser Schritt ist beim Bratwurst selber machen besonders wichtig, damit man später ungetrübten Genuss bekommt.
Das gesäuberte Fleisch in wolfgerechte Streifen von ca. 2x2 cm schneiden.
Die Gewürzmischung frisch zubereiten. Um besonders intensive Bratwürste selbst machen zu können, sollte man Gewürze am Stück verwenden und frisch mahlen. Fertig gemahlene Gewürze sind zwar nicht schlecht, doch sie bringen nie den Duft und die Würze wie frisch gemahlen. Bei Bratwürsten wird das Fleisch mit dem Salz und den Gewüren vermischt bevor man es durch den Fleischwolf lässt.
Die Fleischwaren durch die 6 mm Scheibe des Fleischwolf lassen. Falls man beim Fett eine etwas feinere Textur wünscht, einfach den Schweinebauch durch die 4 mm Scheibe wolfen. Durch die unterschiedliche Wolfung kommt die grobe Textur des Fleisches besonders zur Geltung und genau das macht dieses grobe Bratwurst Rezept so besonders.
Das gehackte Fleisch mit den Gewürzen vermengen und durchkneten, bis es eine leichte Bindung bekommt. Es sollte aber „locker“ sein, damit die Wurst durch das Kochen nicht kompakt wird. Die gekochte Wurst wird etwas fester, wie sich das Brät beim Rühren anfühlt.Falls man dieses Brät auch in Därme abfüllen will, kann man es etwas stärker rühren um eine kompaktere Masse zu bekommen. Das Brät am besten mit einem Wurstfüller in 200 g oder 400 g Stürzgläser füllen. Es sollte noch 1-2 cm Luft zum Rand des Glases sein, damit sich die Wurstmasse beim Kochen ausdehnen kann.
Die Gläser gut verschließen und sofern noch andere Würste mit eingekocht werden beschriften. Wird nur diese Bratwurst gekocht, kann man die Gläser auch nach dem Kochen beschriften, dann hält die Beschriftung besser.
Die Gläser kommen bei 80-85°C ins Wasser. Dazu verwendet man am besten einen Pasta-Schöpfer. Dann wird das Wasser auf 100°C erhitzt. Ab dem Zeitpunkt wenn das Wasser kocht, werden 200 g Gläser für 90 Minuten und 400 g Gläser für 120 Minuten eingekocht.
Wenn die Kochzeit vorbei ist, die Wurstgläser mit dem Pastaschöpfer herausholen und dann möglichst rasch abkühlen. Im Winter einfach die Wurstgläser draußen, zum Beispiel auf dem Balkon abkühlen lassen. Ansonsten kann man auch kaltes Wasser ins Kochwasser laufen lassen, dabei umrühren.
Wer dieses grobe Bratwurst Rezept lieber im Darm machen will, der füllt die fertige Wurstmasse mit dem Wurstfüller, möglichst blasenfrei, in Därme Kaliber 24.
Den Wurststrang alle 20 cm abdrehen/abschwingen um so Würste zu bekommen.Das kann man durch Drehen machen, dazu den Wurststrang nach 20 cm eindrücken und dann die erste Wurst links herum zudrehen. Nach weiteren 20 cm die zweite Wurst eindrücken und rechts herum zudrehen und so weiter.Schneller geht es noch, wenn du die Wurst abschwingst. Dazu lässt man den Wurststrang leicht durchhängen. Der Abstand zwischen den Händen beträgt knappe 20 cm. Nun drückt man mit den Fingern den Wurststrang ein und schwingt das Durchhängende ein paar mal rechts herum und bei der nächsten Wurst links herum. Probiere es einfach, es ist einfacher, als man denkt. Eventuelle Luftblasen durch einstechen mit einer Nadel oder der Spitze eines Messers entlüften, um Oxidation des Wurstbräts zu vermeiden.
Die fertigen Bratwürste oberflächlich trocknen lassen und falls gewünscht, können sie ein bis zwei mal kalt geräuchert werden. Sie sind aber auch sofort genussfertig.